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Aprikosen oder Marillen? Entdecken Sie die Welt der Marillen-Schnäpse

Tatsächlich gibt es keinen Unterschied zwischen Marillen und Aprikosen. Die Steinfrucht mit dem botanischen Namen Prunus armeniaca wird nur regional unterschiedlich genannt. In Österreich, Südtirol und Südbayern spricht man von der Marille. In den meisten anderen deutschsprachigen Gegenden wird sie Aprikose genannt. Stets handelt es sich um die kleine, orangefarbene Frucht, die in Italien übrigens Armellino genannt wird. Die saftige und vielseitige Steinfrucht gedeiht in Asien und Europa und eignet sich perfekt, um daraus Marillen-Schnäpse, bzw. Marillen-Liköre herzustellen. Wie unterscheiden sich die verschiedenen Aprikosen-, bzw. Marillen-Schnäpse?

  • • Marillenschnaps oder Marillenbrand?
  • • Marillenlikör oder Marillenschnapserl?
  • • Was ist das Besondere an den Wachauer Marillen-Schnäpsen?
  • • Aprikose-Spirituosen-Spezialitäten aus aller Welt kaufen
Expertenwissen von Grappa.de

Die Empfehlungen zu Trinktemperatur, Gläsern und Genussmomenten wurden fachlich begleitet von Thomas Gödde – Grappa Experte , einem der bekanntesten Spezialisten für italienische Premium-Spirituosen in Deutschland.

Marillenschnaps oder Marillenbrand?

Marillenbrand wird ausschließlich aus vergorenen, sonnengreiften Marillen hergestellt. Das gewonnene Destillat ruht meist zur Harmonisierung noch in Glasbehältern oder Edelstahltanks. Auch die Reifung in Holzfässern wird angewendet. Für im Fass gereiften Marillenbrand experimentieren die Brennereien gerne mit den Holzarten. Am häufigsten kommen Eichenfässer zum Einsatz, aber auch Akazienfässer oder Fässer mit Whiskey, Cognac und Rum-Vorbelegung sind gebräuchlich. Ob goldfarben, im Fass gereift, oder kristallklar, stets gilt: Marillenschnaps muss mit einer Trinkstärke von mindestens 37,5 Prozent Volumen abgefüllt werden.

Schnaps ist generell ein Überbegriff, gleichzustellen mit der Bezeichnung Spirituosen. Bei Marillen- bzw. Aprikosenschnaps haben die Hersteller einen wesentlich größeren Spielraum. Dieser kann mit Alkohol landwirtschaftlichen Ursprungs gemischt werden, darf Zusätze, Farbstoffe, Zucker, Fruchtsaft, Süßstoffe und Aromen enthalten.

Marillenlikör oder Marillenschnapserl?

Mit mindestens 100 Gramm Zucker pro Liter ist der Marillenlikör meist die süßere Variante von beiden. Hersteller verwenden beim Likör, wie auch beim Schnapserl häufig Fruchtsaft, um das natürliche Fruchtaroma zu intensivieren und um Farbe ins Spiel zu bringen. Es gibt klare Marillenschnäpse zu kaufen, die mit natürlichen Aromen aufwarten. Aber auch wie bei den Marillenlikören Produkte, die mit künstlichen Aromen und mit Zugabe von Farbstoff hergestellt werden. Zu den beliebten Premium-Herstellern zählen Pircher mit dem Saure Marillen Likör, Roner mit dem Marillenlikör und Prinz mit der im Holzfass gereiften Alten Marille sowie dem Hausschnaps Marille.

Was ist Besondere an den Wachauer Marillen-Schnäpsen?

Wachauer Marillen haben seit dem Jahr 1996 eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Das spezielle Klima der Region, wie die Lage der Plantagen und die Nähe zur Donau prägen den Geschmack. Die hier traditionell angebaute Marillen Sorte Klosterneuburger entwickelt in der Region eine optimale Kombination aus Süße-Säure und Saftigkeit, was die Marillen-Schnäpse und Edelbrände aus der Wachau zu einer besonderen Delikatesse macht. Testen Sie von Bailoni das Wachauer Marillen Destillat. Es stammt von der ersten Marillen-Destillerie der Wachau.

Aprikosen-Spirituosen aus aller Welt kaufen

Weltweit werden Spirituosen-Spezialitäten aus Aprikosen hergestellt, hier einige Beispiele:

  • • Polen: Soplica Morelowa Apricot Likör
  • • Frankreich: Gabriel Boudier Apricot Brandy Likör
  • • Niederlande: Bols Apricot Brandy
  • • Japan: Kuradashi Mellow Apricot Likör aus der heimischen Anzu